Montag, 29. Juni 2009 | Lokalsport  
 
  Bei der Kieler Woche belegte das Team der Fachhochschule Stralsund den dritten Platz und will nun mit leichterer Crew Gold anpeilen.  
 
  Segeln „Durch unser Gesamtgewicht waren wir ein wenig gehandicapt", erzählt Wilhelm Petersen. Lediglich eine Frau gehörte zur Segel-Crew der FH. Bei den anderen Mannschaften war das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ausgeglichener, damit konnten sie die Teams variabler zusammenstellen, je nach Windbedingungen.

Trotz allem segelte die Stralsunder Mannschaft bei der 120. Kutterregatta im Rahmen der Kieler Woche wieder einmal auf einen hervorragenden Bronzeplatz und verteidigte damit das Ergebnis des Vorjahres. Sie alle schwärmen noch immer von der Veranstaltung. „Da passt einfach alles", meint Sebastian Ventz. „Von der Organisation der Regatten über die sportlich fairen Wettkämpfe bis hin zum stimmigen Rahmenprogramm." Das sei ein Vorbild für die Stralsunder Segelwoche, ergänzt Wilhelm Petersen und denkt, dass man mit so einer gekonnten Kombination mehr junge Leute an den Sund ziehen könnte.

In Kiel ging ein elfköpfiges Team an den Start, dass sich aus Dozenten, Mitarbeitern, Absolventen und Studenten der Stralsunder Fachhochschule zusammensetzte: Theo Adam, Andreas Genenz, Wilhelm Petersen, Michael Koch, Sebastian Ventz, Reinhard Hell, Ronny Hahn, Fred Ollermann, Alexander Witte, Ronald Schöps und als einzige Dame Claudia Heyne.

Sechs Wettfahrten wurden ausgetragen, in zuvor ausgelosten Marinekuttern. „Ein fairer Vorgang, weil jeder mal einen besseren oder schlechteren Kutter erwischen kann", findet Steuermann Petersen. Im Kutter sitzen bei der Regatta acht Segler und der Steuermann. Den obligatorischen Olympischen Dreieckskurs galt es abzusegeln. Doch die Witterungsverhältnisse sprachen dagegen. Es war fast immer viel zu wenig bis gar kein Wind. Oft gab es deswegen eine Bahnverkürzung.

So freute sich das gesamte Feld über den letzten Wettkampftag, als zwar mit ein bis zwei Windstärken wenig, aber beständig Wind war. Das war auch der beste Lauf der Stralsunder, an diesem Glückssonntag konnten sie einen ersten Platz ersegeln. An den anderen Tagen machte es sich trotz der schweren Boote bemerkbar, dass die Konkurrenten mit Frauen statt Männern deutlich weniger Gewicht an Bord hatten.

„Deswegen werden wir im nächsten Jahr, wenn wir unsere gute Leistung hoffentlich wiederholen oder dann vielleicht sogar verbessern können, ein paar Frauen ins Boot holen", hofft Sebastian Ventz. Immerhin setzte sich die Stralsunder FH-Mannschaft gegen 21 Teams aus der ganzen Bundesrepublik durch. Eine Platzierung, auf die die Männer stolz sein können, auch wenn leichte Mädchen Mangelware waren. Weitere Fotos und Infos zur Veranstaltung gibt es unter segeln.fh-stralsund.de.

M. WEBER
 
 
   
  Die Crew der Stralsunder Fachhochschule, bestehend aus Dozenten, Mitarbeitern, Absolventen und
Studenten, ersegelte sich den dritten Platz bei Kutterregatta im Rahmen der Kieler Woche.